Sie sind hier: Angebot > Schulfahrten > Klettern in Hindelang

Angebot

Klettern in Hindelang

Studienfahrt der 10. Klassen

 

 Klettern in Hindelang

 

Tag 1:

Als wir uns alle in frühester Frühe um halb elf mit 25kg übergewichtigen Koffern am Hauptbahnhof trafen, deckten wir uns erst einmal ein wenig für die Reise ein: etwas für die Figur (Gummibärchen und Schokolade)   und natürlich auch etwas für den Geist (Cosmopolitan). Nach nervenaufreibender Bus- und Zugfahrt standen wir endlich vor unserer Unterkunft, der Jugendbildungsstätte des Deutschen Alpenvereins.

Zum Leidwesen der Schüler und zum Vergnügen der Lehrer war uns das Wetter hold, so dass wir gleich nach der Zimmerverteilung zu einer Wanderung aufbrachen, die sich dann aber  - zum Vergnügen der Schülerinnen und zum Leidwesen der Lehrer - als gemütliche Gondelfahrt mit der Hornbergbahn Richtung Imberger Horn mit einem kleinen Spaziergang zum Aussichtspunkt auf dem entpuppte. Am Abend wurde nach dem richtig leckeren Abendessen der Tischtennis-, Kicker-, und Boulderraum eingeweiht. Danach fielen wir alle todmüde in unsere Betten.

Tag 2:

Nach dem qualvollen Erwachen um sechs Uhr (um der armen Geschöpfen zu gedenken, die in die Schule gehen mussten), schleppten wir uns mit Shampoo bewaffnet in die Duschen. Trotz des schlechten Wetters wurde nach dem Frühstück eine Wanderung durch die Breitachklamm mit anschließendem Badbesuch anberaumt. Mit Regenjacke und Schirm ausgerüstet, zwängten wir uns durch die abenteuerliche Wildwasserschlucht und stürzten uns anschließend in die Fluten des Freizeitbades Wonnemar, wobei einige, unter ihnen auch Herr Fischer, ihre Höhenangst überwanden und die Schwindel erregend hohe Rutsche namens „Kamikaze“ erfolgreich unter Gekreische in allen Tonlagen bezwangen. Am Abend weihten uns Frau Schäfer und Herr Fischer in die Kunst des Kartenspielens ein, bei dem sich unser Leerkörper lauthals über die Hinterhältigkeit weiblicher Taktik echauffierte.

Tag 3:

Vom leckeren Frühstück gestärkt, wagten wir uns in die Höhle des Löwen. (Gemeint ist der Hochseilgarten am Haus!) Nachdem wir ausreichend gesichert worden waren, tänzelten wir leichtfüßig über eine zwölf Meter hohe „Burmabridge“ (eine Seilbrücke), stürzten wir uns waghalsig von einer sechs Meter hohen freistehenden Leiter, wurden wir beim Vertrauensfall auf eine psychische Probe gestellt und stießen wir bei der Jakobsleiter an unsere nervlichen und körperlichen Grenzen. Auch unsere Lehrer schlugen sich tapfer, und ließen sich sogar beim Vertrauensfall vertrauensvoll in unsere Hände fallen.

Tag 4:

An diesem Tag stand eine Bergtour ganz besonderer Art auf dem Programm. Wir fuhren mit dem Bus zum Oberjoch; dort wurden wir von unseren Kletterlehrern eingewiesen und begaben uns auf den schweißtreibenden Aufstieg. Dann überquerten wir ans Seil geklammert eine Bergwand und wagten uns auf einem dünnen, wackligen Stahlseil über eine 30 Meter tiefe Todesschlucht. (So kam es einem auf jeden Fall vor, wenn man dort oben hin und her zitterte). Kurz nachdem wir den „Gipfel“ unserer Tour erstürmt hatten, machten wir uns daran, eine steile und glitschige Felswand hinabzuklettern bzw. uns frei abseilen zu lassen, was allerdings nicht ohne dreckige, schlammverschmierte Klamotten und einige blaue Flecke ablief.

Die Highlights des Bergabenteuers waren vor allem das Abseilen und der Flying Fox, bei dem wir mit beinahe Lichtgeschwindigkeit über die Alm sausten und nicht immer eine elegante und saubere Landung hinlegten.  Smiley

Am Nachmittag lud uns Frau Schäfer zum Eisessen im Dorf ein und rüstete die Truppe mit Knabbersachen für den geplanten DVD-Abend aus. Die ganz Hartgesottenen machten sich noch zum Eisbach auf, wo wir eine Steinwurf- und Steinzielolympiade starteten.

Am Abend gab uns Herr Fischer die Ehre, mit ihm das Fußballspiel Bayern:Lissabon mitzuerleben. Doch wir Mädels achteten weniger auf den Ball als auf die äußerst sympathischen Spieler. Danach überließ er uns das Feld und wir konnten uns mit voller Hingabe und „Mitgefieber“ den richtigen Filmen wie „Madagascar“ und „Zum Glück Geküsst“ widmen.

Tag 5:

Nachdem unsere überquellenden Koffer mehr schlecht als recht gepackt waren, wuchteten wir sie in den Zug, fielen in einen komaartigen Schlaf und erwachten erst wieder in Augsburg. Somit ging eine ereignisreiche, lustige, schöne und sehr entspannte Fahrt zu Ende.

An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren beiden Lehrern bedanken, die eine ungewohnt harmonische Schüler-Lehrer-Beziehung ermöglicht haben!

Franziska Wiedemann, Annamaria Scholz, Sophie Zimmermann, Sonja Fiedler

 

 

 

Klettern in Hindelang