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UTG Augsburg

Exkursion des Mathe–Grundkurs zum UTG Augsburg

"Am 10. Februar findet für euch eine Exkursion zum UTG Augsburg statt.“ So lautete die Ankündigung von Frau Trometer irgendwann einmal im Matheunterricht. Die anfängliche Verwirrung darüber, um was es sich bei einem UTG handeln könnte, wurde am Tag der Exkursion sehr schnell von den Schwierigkeiten abgelöst, die die Wegbeschreibung bereitete.
In einem Industriegebiet in der Nähe der Firnhaberau wurden wir schließlich, als alle ihr Ziel erreicht hatten und mit Brezen und Getränken versorgt waren, darüber aufgeklärt, worum es sich nun bei einem UTG handelt: nämlich um ein Umwelttechnologisches Gründerzentrum. In einem interessanten Vortrag erfuhren wir nun einiges über eine ebensolche Einrichtung:
Ein Gründerzentrum ist ein Standort für neu gegründete junge Unternehmen/Unternehmer, die dort durch staatliche Gelder gefördert werden, also einen vorläufigen Firmensitz haben und dort entwickeln und produzieren können.
Nun einige Zahlen:
Die Kosten für ein neues Zentrum können bis zu 5 Millionen Euro betragen.
Nur etwa 10 % der anfänglich beim UTG eingereichten Ideen von jungen Unternehmen können letztendlich auch umgesetzt werden.
Im UTG Augsburg arbeiten, entwickeln und produzieren etwa 100 junge Unternehmen, von welchen wiederum nur 10 % unter weiblicher Führung stehen.
Doch warum nennt es sich nun ausgerechnet UMWELTTECHNOLOGISCHES Gründerzentrum, wäre ein solcher Standort doch für viel Jungunternehmen unglaublich praktisch.
Im UTG beschäftigt man sich eben mit dem globalen Problem des Umweltschutzes. Die Klimaerwärmung ist beispielsweise ein vom Mensch stark mitverschuldetes Problem, das etwa durch Extremwetterlagen und Naturkatastrophen schlimme Schäden verursacht, die sich Industrie und Länder nicht leisten können. Dieses Problem muss gelöst werden und obwohl dabei alle Länder an einem Strang ziehen müssten, ist doch Deutschland federführend in der Umwelttechnologie. Eben diese Umwelttechnologie scheint – nach momentanem Stand – die einzige Lösung zu sein, viele unserer umwelttechnischen Probleme zu lösen, doch muss ebenso eine gewisse Verhaltensänderung an den Tag gelegt werden. Dieses sogenannte Umweltbewusstsein – das seinen Start in den 70er Jahren fand – führt dann letztendlich nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich zu einem großen Umbruch.
Denn: Durch die Umwelttechnologie entsteht eine neue Leitindustrie, deren Weltmarkvolumen im Jahr 2007 etwa 1000 Mrd. Euro betrug. Im Vergleich dazu erscheinen die 300 Mrd. Euro, die der Computermarkt im selben Jahr erzielte beinahe gering.
Außerdem stellt die Umwelttechnologie eine äußerst dynamische Branche dar, deren Wachstumsprognose bei etwa 30 % liegt. Man geht davon aus, dass in 10 Jahren der Automobilbau von der Umwelttechnologie überflügelt wird, was für Deutschland als momentan führende Nation im Umweltschutz wohl noch einige Vorteile mit sich bringen kann.
Kurzum kann man also sagen: Mit diesen und anderen umwelttechnischen Problemen beschäftigen sich die Unternehmen im UTG, dem einzigen eben UMWELTTECHNISCHEN Gründerzentrum in Europa.
Nach diesem durchaus interessanten Vortrag, der noch durch eine PowerPoint-Präsentation unterstützt wurde, bekamen wir durch eine Führung durch einige der Jungunternehmen des UTG noch einen lebhaften Eindruck vom Alltag in einem Gründerzentrum.
Beispielsweise durften wir den Sitz einer jungen Firma besichtigen, die versucht, möglichst effektive Pflanzenölpressen – hauptsächlich zum Energiegewinn – herzustellen, oder auch eher chemisch angehauchte Firmen, die  sich mit Oberflächenstrukturen etc. beschäftigen und noch einige andere mehr.
Aus eigener Erfahrung können wir nun also behaupten, dass im UTG Augsburg wirklich viel los ist, viel entwickelt und produziert wird, was Deutschland auf dem Weg zur Umwelttechnologie-Hochburg unterstützt.
Vielen Dank noch einmal an Herrn Hehl  für diese interessanten und aufschlussreichen Einblicke in das UTG Augsburg 
(Franziska Pfanz und Sonja Fiedler, K12 GK m1)