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27.02.2010 11:43 Alter: 3 Jahre

MWG nimmt zum zweiten Mal an "Jugend forscht" teil

Kategorie: Hinweise

 

  • Das Wunder der Fibonaccizahlen
  • Terra Preta
  • Der Präsentationshandschuh

Mit diesen drei Arbeiten folgten insgesamt sechs Schülerinnen unserer Schule dem Motto des diesjährigen Wettbewerbs Jugend forscht – Schüler experimentieren, stellten sich an zwei Tagen nervös, aber couragiert und mit fundiertem Wissen der kritischen Fachjury und präsentierten gekonnt und überzeugend ihre Ergebnisse. Belohnt wurden sie mit dem Wettbewerbsflair, vor allem aber mit der Anerkennung der Jury, die alle drei Arbeiten mit herausragenden Preisen honoriert hat.

Das Wunder der Fibonaccizahlen
Männliche Honigbienen entstehen aus unbefruchteten Eiern der Bienenkönigin. Folglich haben männliche Bienen nur eine Mutter, keinen Vater. Weibliche Bienen entstehen aus den von männlichen Bienen befruchteten Eiern, haben also Mutter und Vater. Fertige den Stammbaum einer männlichen Honigbiene an!
Mit solchen Knobelaufgaben haben sich Lisanne Eisele, Laura Schöne und Simone Wagner (Kl. 6C) beschäftigt. Ihre Lösung zeigt die Fibonaccizahlen, eine Zahlenreihe, die sich aus der Summe der beiden vorhergehenden Zahlen ergibt, also 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21….  Fasziniert hat die Mädchen vor allem, dass diese Zahlen häufig in der Natur wiederzufinden sind, in der Anzahl der Blütenblätter, in den spiralförmig angeordneten Schuppen von Pinienzapfen oder Ananas oder in den Fruchtständen der Sonnenblume oder des Sonnenhutes. Auch die Phylotaxis vieler Pflanzen folgt den Fibonaccizahlen. Selbst den alten Ägyptern scheinen diese Zahlen bereits bekannt gewesen zu sein: Die Maße der Cheopspyramide sind vermutlich nach Fibonaccizahlen gewählt.
Obwohl Lisanne, Laura und Simone in Konkurrenz zu wesentlich älteren Schülern standen, hat ihnen die Jury den Sonderpreis der Stadt Augsburg zugesprochen.

Terra Preta – ein Vorbild für Düngemöglichkeiten in unseren Breiten?
Mit der Terra Preta, einer seltenen Bodenart im Amazonastiefland, hat sich Elena Hubrich (K 13) beschäftigt. Terra Preta hat im Gegensatz zu anderen tropischen Bodentypen nicht das Problem der Auswaschung der Nährstoffe und weist somit eine einzigartige Fruchtbarkeit auf. Das dahinterstehende Geheimnis sind große Anteile an Holzkohle, die die Bodensalze binden. Elena hat untersucht, ob die Beimengung von Holzkohle auch eine Düngemöglichkeit in unseren Breiten darstellt, Sie bejaht diese Frage nach vielen Versuchen und Untersuchungen an verschiedenen Böden aus dem Augsburger Raum. Außerdem kann so, weltweit gesehen, mehr CO2 gebunden werden als produziert wird. Anders gesagt, Terra Preta stellt eine wertvolle Kohlendioxidsenke dar und hilft, den Klimaerwärmung entgegenzuwirken.
Der zweite Platz im Fachbereich Geographie war Elena mit dieser Arbeit sicher.

Der Präsentationshandschuh
Eine digitale Tafel im Klassenzimmer wünschen sich Franziska Eyo (Kl. 8B) und Diana Heiß (Kl. 9C). Ein kostengünstiges digitales Whiteboardsystem haben sie im Internet gefunden. Das große Problem aber war bis jetzt ein gut funktionierender Stift, der nirgends zu finden war. Nun gibt es die überzeugende Lösung von Franziska und Diana: Den Präsentationshandschuh. Dieser Handschuh, der mit einer Leuchtdiode und Kupferplättchen ausgestattet ist, die in einen Schaltkreis mit Batterie integriert sind, ermöglicht es jedem, wie von Geisterhand zu schreiben, zeichnen….. Viele Besucher haben den Präsentationshandschuh ausprobiert und waren begeistert. Der Jury war diese großartige Erfindung ein erster Platz im Bereich Arbeitswelt wert. Für den mit diesem Preis verbundenen Landeswettbewerb wünschen wir Franziska und Diana viel Erfolg!

Allen Teilnehmerinnen gratulieren wir herzlich zu ihrem großartigen Ergebnis!