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Lateinischer Abend

Viel Beifall am Lateinischen Abend der Unterstufe

Eine „tote“ Sprache erfrischend lebendig vorgestellt

Einen gelungenen und unterhaltsamen Abend boten die Schülerinnen der Lateinklassen der Jahrgangsstufen 5 bis 8 am 12. Dezember ihren Gästen. Im vollbesetzten Maria-Ward-Saal reichte das Angebot über musikalische und tänzerische Darbietungen, Sketche und  Quizfragen bis hin zu einer Modenschau.

Unter dem Titel „De origine spectaculorum“ erdachte sich die Klasse 8a ein überzeugendes Rahmenprogramm, in dem die Mädchen es unternahmen, den Bogen von den olympischen Spielen der Antike zu den heutigen Quiz- und Castingshows im Fernsehen zu spannen. Wunderschön gekleidet und ausgestattet als römische Götter und Göttinnen beobachteten sie zuerst vom Olymp das Geschehen bei olympischen Spielen – dargestellt durch sportliche Einlagen wie Wagenrennen, Lauf, Boxen und Ringen. Doch nur die Götter – so die Interpretation der 8a -  fanden daran Gefallen, die Göttinnen forderten und erhielten von Jupiter eigene Spiele mit Disziplinen, die den Zuständigkeitsbereichen der weiblichen Gottheiten wie Juno, Venus und Minerva entsprechen. 

Und somit begann der Reigen der Vorführungen mit der von den jeweiligen Göttinnen vorgestellten Beiträgen der einzelnen Klassen:

Die 31 Mädchen der Klasse 5a hatten mit „Quare dormis,o Iacobe“ und „Haud difficile gaudere“ zwei bekannte Kanones in lateinischer Sprache einstudiert und den Text mit szenischem Spiel unterstrichen. Höhepunkt ihres erfrischenden Auftritts war die lateinische Fassung des Liedes „Ein Mann, der sich Kolumbus nannt“  („Columbus erat cognitus“), dargeboten abwechselnd in kleinen Gruppen und gleichzeitig den Zuschauern nahegebracht durch lustige Pantomime. Auch schon erstaunliche Saxophon- und Flötenkünste stellten die jungen Lateinerinnen dabei unter Beweis. 

Die Klasse 7a hatte Sketche in lateinischer und teils auch deutscher Sprache vorbereitet. Die Gruppen zwischen 4 und 7 Mädchen brachten quasi gespielte Witze auf die Bühne, die sie in den Intensivierungsstunden selbst ausgearbeitet hatten. Für ihren humorvollen Auftritt ernteten sie verdienten Beifall.

Es folgte ein getragener, als „germanischer Stammestanz“ angekündigter Schreittanz der Klasse 6b. In drei Kreisen neben und auf der Bühne meisterten die Mädchen neben den sportlichen Anforderungen auch kleine technische Pannen mit Bravour.

In der darauf folgenden Pause konnten die zahlreichen Besucher römische Speisen, selbst zubereitet und präsentiert von Schülerinnen der Klassen 9a und 9b, in der Pausenhalle genießen. 

Ein flotter moderner Tanz der gesamten Klasse 6a leitete den 2.Teil des Programms ein. Zu aktueller Musik hatten sich die Mädchen schon im Schullandheim raffinierte Bewegungsabläufe einfallen lassen und sie nun kess und nahezu perfekt vorgeführt.

Als Gegenpol dazu unterhielt anschließend die Klasse 7b die Zuschauer mit einem selbst erarbeiteten Quiz mit Fragen über die Antike. Zwei Schülerinnen moderierten die verschiedenen Gruppen, die jeweils eine Frage ans Publikum stellten, und den  Zuschauern mit vorgefertigten, lustigen Antwortmöglichkeiten auf die Sprünge halfen. Besonders sehenswert der Auftritt der Seherin Pythia, die per Handy Apoll zu der aktuell gestellten, kniffligen Quizfrage befragte.

Den Abschluss bildete eine Modenschau des P-Seminars Latein der Q12. Die jungen Damen hatten – inspiriert von römischer Mode -  eigene Kleidungsstücke entworfen und selbst genäht. Recht professionell beschritten sie den Laufsteg und ließen ihre Werke von allen Seiten bestaunen. Erklärungen zu den einzelnen Modellen lieferte eine gleichzeitig ablaufende Präsentation, und die passend ausgewählte Musik machte die Vorführung zu einem glänzenden Schlussakkord.

Nicht unerwähnt bleiben sollen die Schüler der Klasse 8d, die als neu ausgebildetes Technik-Team an diesem Abend  großen Einsatz bewiesen und ihre Feuerprobe bestanden. 

Insgesamt dürfen wir auf einen sehr unterhaltsamen Abend zurückblicken, der durch die Beteiligung unsrer jüngsten Lateinschülerinnen bis hin zu den kommenden Abiturientinnen ein runde Sache war und wieder einmal eindrucksvoll den Beweis antrat: „Latein ist tot, es lebe Latein !“(Prof. W. Stroh)